Samstag, 17. Oktober 2020

Catherynne M. Valente: Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feenland umsegelte (Rezension)

Die 12-jährige September führt ein schrecklich langweiliges Leben – bis eines Tages der Grüne Wind auf seiner Leopardin der leichten Lüfte an ihr Fenster fliegt und sie zu einem großen Abenteuer ins Feenland einlädt. Tatsächlich wird September dort dringend gebraucht, denn die neue Marquess ist eine schreckliche Herrscherin: Wenn es September nicht gelingt, einen Gegenstand aus dem gefährlichen Gespinstwald zu holen, wird die Marquess das Feenland in einen langweiligen, phantasielosen Ort verwandeln und den Einwohnern das Leben zur Hölle machen – und darunter sind auch Septembers neue Freunde, der bücherliebende Lindwurm A-bis-L und der blaue Dschinn Samstag ...
Ich war ja skeptisch, was das Buch anbelangte. Der Titel hat mir von Anfang an gefallen... viel zu lang, nicht leicht zu merken, aber doch witzig. Andererseits habe ich von Catherynne M. Valente bereits ein Buch gelesen (Space Opera), aber das hat mir alles andere als gefallen. Aber, in diesem Fall hat meine Neugier gesiegt und ich war gespannt auf ein Buch das den Titel Die wundersame Geschichte von September, die sich ein Schiff baute und das Feeenland umsegelte hatte.
Und ich wurde angenehm überrascht ... sehr angenehm.
Die Autorin kreiert eine bekannte (und doch neue, kreative) Welt mit vielen lustigen Bewohnern und Begebenheiten. Hexen (mit den Namen Halle oder Lebwohl) sprechende Gegenstände und seltsamen Gesetzen (Alchemie ist verboten, es sei denn man ist ein Mädchen, dass an einem Dienstag geboren wurde oder ein Spriggan, denn Spriggan dürfen einfach alles). 
Es macht großen Spaß Septembers Abenteuer zu verfolgen, denn (im Gegensatz zu Space Opera) ist das Buch urkomisch, spannend und sehr liebevoll (was die Beschreibungen anbelangt). Manchmal wird es sogar etwas poetisch, aber immer leicht verständlich und ein Lesegenuß für Leser (fast) jeden Alters. 

Ein Buch, das verzaubert und viel zu schnell beendet ist.
Catherynne M. Valente zeigt, dass sie witzig schreiben kann und dass sie skurrile Ideen in eine kindgerechte, leicht verständliche Form packen kann und mit dem Fantasygenre genussvoll spielt.

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