Dienstag, 22. September 2020

Jürgen Scherf: Der schwarze Römer (Rezension)

Bei Baggerarbeiten am Harzhorn werden Quarder gefunden, die sich nach Begutachtung einer Archäologin als eine römische Fundstätte herausstellen. Bei weiteren flächendeckenden Ausgrabungen finden die Mitarbeiter, unter einer Steinplatte versteckt, verschiedene Tonkrüge, die sofort auf ihren Inhalt untersucht werden. Was dabei gefunden wird, entwickelt sich zu einer archäologischen Sensation: Es ist das Tor in eine längst vergangene Welt. 
In den Schriftrollen erzählt Salay, ein junger Afrikaner, sein Leben als römischer Legionär. Das Zusammentreffen von Römern und Germanen ergibt Konflikte, Missverständnisse und Intrigen. Das Leben Salays ist ein schier endloser Kampf mit dem Animalischen und der Unberechenbarkeit von Freunden und Feinden, bis es zu einem unerwarteten Happyend kommt.
Eine interessante Idee, die aber in der Umsetzung scheitert, bzw. mich nicht überzeugen konnte. Die Geschichte mit dem Fund fand ich tatsächlich noch am Spannendsten, die eigentliche Geschichte war dann doch etwas zu ... nicht unbedingt unglaubwürdig, aber nicht unbedingt nachvollziehbar. 
Historisch sicher nicht korrekt wird nette Unterhaltung geboten und nett bedeutet in diesem Fall: Kann man Lesen, muss man aber nicht. Es gibt historische Romane (die ebenso wenig korrekt sind) mit höherem Unterhaltungsfaktor.

Wie gesagt: Die Idee ist gut, man hätte aber mehr daraus machen können. 

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