Montag, 13. Juli 2020

Sandra Binder: Schatten über Whitechapel (Rezension)

1888 versetzte ein unbekannter Serienmörder das Londoner East End in Angst und Schrecken – heute setzt er sein grausiges Werk fort. Während der Mord an einer Prostituierten die Polizei vor ein Rätsel stellt, erkennt Privatdetektivin Maxine Atwood in der abscheulichen Tat die Handschrift eines alten Bekannten: Jack the Ripper. Die in die Menschenwelt verbannte Gefallene hofft zunächst auf einen Zufall, doch ›Saucy Jacky‹ meldet sich bald schon persönlich bei seiner einstigen Rivalin: Wie damals schreibt er ihr Briefe, führt sie mit echten Informationen und falschen Hinweisen in die Irre und hetzt die Detektivin kreuz und quer durch ganz London. Maxine verfolgt jede noch so winzige Spur, überprüft alle dämonischen Zweige der Stadt, aber sie scheint ein Phantom zu jagen. Und der Ripper droht, ihr ein zweites Mal zu entkommen ...
Jack the Ripper - Mal anders. An sich sind die Rippermorde und das Geheimnis das die Identität des Mörders umgibt ein interessantes Thema, das auch gerne literarisch aufgefasst wird. Manchmal gut, manchmal weniger gut bis sehr schlecht.
Die Umsetzung in Schatten über Whitechapel hat mir gut gefallen. Natürlich ist das ganze historisch nicht wirklich belegbar, der fantastische Hintergrund und die entsprechenden Akteure verhindern das, aber es ist ein großer und durchaus spannender Lesespaß.
Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Herkunft Maxines und ihrer Helfer und auch die Existenz des Rippers bietet eine (irgendwann aber doch offensichtliche) Überraschung.
Es gibt viele überraschende Wendungen, eine interessante Reise durch Zeiten und Welten und dann leider ein zu schnelles Ende.
Manche Bücher sind zu lang, aber bei diesem ist eher das Gegenteil der Fall. Mehr hätte nicht geschadet, obwohl alles gesagt wurde was gesagt werden muss und sowohl Maxine, wie auch ihre Freunde und Gegenspieler interessante Züge an sich haben.
Die Spannung bleibt nicht auf der Strecke, aber auch der Humor kommt nicht zu kurz.

Kurzweilige, spannende Krimiunterhaltung mit fantastischen Elementen.
Wer das mag wird gut unterhalten werden.

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