Samstag, 11. Juli 2020

Rhys Bowen: Mord im Nachbarort (Rezension)

Langsam gewöhnt sich Evan Evans an seine Rolle als Constable von Llanfair, einer kleinen Gemeinde, die sich in den Bergen Nordwales' versteckt. Er tritt als Schlichter bei den nebensächlichen Streitigkeiten der Einheimischen auf, zwischen konkurrierenden Geistlichen, Gewerbetreibenden und scheinbar jedem walisischen Exzentriker der gesamten Region. Doch eine ungewöhnliche Verkettung von Ereignissen bringt verborgene Konflikte ans Licht und Evan wird klar, wie tief die Feindseligkeiten der Bürger verwurzelt sind.
Obwohl das Dorf Llanfair schon immer mit der Nachbarstadt Beddgelert im Streit lag, treibt eine faszinierende archäologische Entdeckung diese Rivalität auf die Spitze und schafft ein buntes Treiben aus Lokalpatriotismus und Klatsch. Dieses Treiben wird allerdings bald tödlich, als Llanfairs verlorener Sohn, Ted Morgan, ankündigt, dass er an der Ausgrabungsstelle einen Freizeitpark errichten wird. Constable Evans gerät in einen Strudel aus kulturellem Stolz, Täuschung und Gier und deckt dabei das ungebrochene Streben der Gemeinde auf ...
Der zweite Fall mit Gesetz Evans. Tödliches Idyll hat mir ja gut gefallen und auch Mord im Nachbarort hat mir gefallen. Auch wenn es eine weitere Frau gibt, die es scheinbar auf den armen Polizisten abgesehen hat.
Anders als der erste Band der Reihe dauert es etwas, bis das Verbrechen offensichtlich wird, aber das spielt keine Rolle, denn es passiert bis dahin auch genügend Interessantes, jenseits der üblichen Streitereien des Dorflebens.
Neue Einwohner kommen in das Dorf, ein archäologische Entdeckung (Camelot oder "nur" das Grab eines Lokalhelden?). Es geht heiß her, ehe der erste Mord entdeckt wird (und ja, es gibt mehr als einen, soviel sei verraten) und danach geht es erst richtig los. Polizeiarbeit, falsche Fährten, falsche Verdächtigungen, Gerüchte, Verwechslungen ... es wird turbulent und dem Leser wird ein kurzweiliges Lesevergnügen geboten.
Das lesen macht Spaß und es ist angenehm, dass sich der Nachfolgeband etwas vom ersten Unterscheidet. Natürlich ist ein Muster zu erkennen, aber es ist nicht so geruhsam wie man es von anderen Cosy Krimis kennt.
Wenn da nur die Frauen nicht wären ....

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