Mittwoch, 15. Juli 2020

Lena Karmann: Taxi, Tod & Teufel - Fährfahrt in den Tod (Rezension)

Über die Serie: Palinghuus in Ostfriesland: Zwischen weitem Land und Wattenmeer lebt Sarah Teufel mit ihrem amerikanischen Ex-Mann James in einer Windmühle. Gemeinsam betreiben sie das einzige Taxiunternehmen weit und breit - mit einem Original New Yorker Yellow Cab! Bei ihren Fahrten bekommt Sarah so einiges mit. Und da die nächste Polizeistation weit weg ist, ist doch klar, dass Sarah selbst nachforscht, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn hier im hohen Norden wird nicht gesabbelt, sondern ermittelt!
Folge 1: Es ist kalt und neblig in Palinghuus, als die Taxifahrerin Sarah Teufel frühmorgens am Schiffsanleger auf die Fähre aus Baltrum wartet. Doch der Fahrgast, den sie in Empfang nehmen will, ist tot! Zunächst sieht alles nach Herzversagen aus - aber Sarahs aufmerksamem Auge entgeht nicht, dass es ein paar Ungereimtheiten gibt. Warum wären sonst sein Koffer und sein Handy verschwunden, die er beide noch hatte, als er die Fähre betrat? Mit ihrer besten Freundin Britta und ihrem Ex-Mann James macht Sarah sich auf die Suche nach dem Mörder - und gerät selbst in tödliche Gefahr.

Normalerweise mag ich diese Art von Krimis ja. Beschaulich, skurrile Charaktere, belangloses Geplänkel und die eine oder andere Liebelei. Etwas, das man so nebenbei lesen, oder in diesem Fall hören, kann.
Die Idee einer Protagonistin, die mit einem New Yorker Taxi als Taxifahrerin auf einer ostfriesischen Insel "ermittelt" finde ich originell. Auch den Titel der Reihe "Taxi, Tod und Teufel" finde ich witzig, vor allem, weil der Titel sich auf das Taxiunternehmen bezieht und nicht auf die ermittelnde Fahrerin Sarah Teufel. Das wird aber erst im Laufe des Buchs geklärt.
Also, die Ausgangssituation ist unterhaltsam und könnte spaßiges Lese- bzw. Hörvergnügen bereiten.
Nun ja, ich kann nicht sagen woran es lag, aber FÄHRFAHRT IN DEN TOD hat mich keine einzige Minute überzeugen können. Mit den Charakteren konnte ich mich nicht anfreunden, sie waren nicht interessant genug, selbst die Rückblicke auf Sarahs und James' Vergangenheit waren nicht wirklich aufregend. Zu wenige skurrile Charaktere, zu wenig Geplänkel. Und tatsächlich tauchen die interessantesten Charaktere (ein Bestatter und ein Arzt) nur am Anfang auf um dann in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden )allerdings zu recht, nachdem in der Geschichte kein Platz mehr für sie ist. Vermutlich würde der Arzt auf dauer auch nerven ... wobei das dann auch schon keine Rolle mehr gespielt hätte)

Unter den zahlreichen Cosy Krimis, die derzeit den Markt überschwemmen, mag die Ausgangssituation hervorstechen. Leider geht die Handlung unter. Es gibt bessere, unterhaltsamere und spannendere Romane des Genres.

Ich habe noch den zweiten Teil als Hörbuch vorliegen, aber ich weiß nicht, ob ich ihn hören will.

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