Dienstag, 30. Juni 2020

Elaine Viets: Spur der Toten (Rezension)

Die superreichen Familien des Chouteau-Waldes mögen auf eine Frau wie die Mordermittlerin Angela Richman herabsehen, aber sie verlassen sich auch auf sie. Als ein schrecklicher Autounfall einen Teenager aus dem Wald tötet, ist Angela unter den ersten am Tatort. Ihre Ermittlungen sind jedoch kaum im Gange, als sie eine Reihe von lähmenden Schlaganfällen erleidet. Vom ansässigen Neurologen Dr. Gravois fehldiagnostiziert und vom unbeholfenen, aber brillanten Neurochirurgen Dr. Jeb Travis Tritt geheilt, steht Angela vor einer schwierigen Genesung.
Als Angela erfährt, dass Dr. Gravois ermordet wurde – angeblich vom Chirurg, der ihr das Leben gerettet hat, ist sie noch von Medikamenten betäubt und halluzinierend. Angela glaubt an Dr. Tritts Unschuld, aber kann sie ihren Instinkten vertrauen? Ihr Schädel-Hirn-Trauma lässt Zweifel aufkommen, ob sie ihre investigativen Fähigkeiten jemals wiedererlangen wird. Aber sie ist entschlossen, Dr. Tritt vor einem Todesurteil zu retten – selbst wenn ihr Fortschritt auf Schritt und Tritt von einer mächtigen Gemeinschaft beobachtet wird, die zu allem bereit ist, um ihre Mitglieder zu schützen …
Klingt spannend .... ist es aber (leider) nicht. Der Anfang ist interessant, aber sobald Angela im Krankenhaus angelangt ist wird es erst merkwürdig, dann zieht sich die Handlung.
Ich finde einen Autounfall zwar nicht unbedingt einen gelungenen Aufhänger für einen Krimi, aber man hätte viel daraus machen können. irgendwie ist das aber nebensächlich, denn es geht um ganz andere Dinge. Die, man glaubt es kaum, noch weniger interessant als ein Autounfall sind).
Es gelingt der Autorin zwar im Krankenhaus eine paranoide, beklemmende Stimmung zu schüren, schafft es aber gleichzeitig diese durch starke Stereotypen zu zerstören. Die Krankenschwestern sind ein gutes, bzw. schlechtes Beispiel, sie alle sind sich sehr einig in ihrer Meinung, ein Individuum ist kaum erkennbar.
Für einen Krimi im Krankenhausmilieu ist es zu wenig und zu flach.
Tatsächlich wird es erst gegen Ende spannend, eine kleine Entschädigung für das, was man vorher ertragen, bzw. vermisst hatte.
Aber, zu wenig um die Behauptung aufstellen zu können, einen spannenden Krimi gelesen zu haben.
IN ALLER FREUNDSCHAFT - DIE JUNGEN ÄRZTE ist spannender.

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