Mittwoch, 20. November 2019

Michaela Göhr: Der Fantast (Rezension)

Dies ist der Auftakt zur spannenden Fantasy-Reihe um die Figur des Fantasten.
Simon scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher junger Mann zu sein, doch seine besondere Vorstellungskraft lässt ihn Dinge tun, die kein anderer Mensch auf der Welt kann: Alles, was er sich vorstellt, wird real, gegenständlich, lebendig! Diese Fähigkeit bringt ihn schon von Kindesbeinen an in beträchtliche Schwierigkeiten. Mysteriöse Gestalten bemächtigen sich seiner und versuchen, ihn für ihre finsteren Pläne einzuspannen. Aber Simon wäre nicht Simon, wenn ihm nicht immer wieder etwas Passendes für seine Peiniger einfallen würde. Gut, dass er dabei Freunde hat, die ihm in jeder Situation beistehen. Denn ohne sie ist selbst der stärkste Mensch der Welt manchmal hoffnungslos verloren.

Michaela Göhr wurde 1972 in einer sauerländischen Kleinstadt geboren. Die Liebe zum Schreiben und zu anderen kreativen Tätigkeiten bestand schon von Kind an und äußerte sich vor allem in Gedichten, Kurzgeschichten und Liedern. Die Fantasy-Reihe um die Figur des Fantasten ist ihr Roman-Debut.

Mmmm.... Ich hab ein kleines Problem mit dem Buch. Und es ist nicht einfach dieses Problem in Worte zu fassen.
Das Positive: Ich habe mich (anfangs) sehr unterhalten.
Das Negative: Ab einem gewissen Zeitpunkt hat mich das Buch genervt.
Ich mag den Fantasten, also den Protagonisten nicht. Vielleicht, weil ich auf ihn eifersüchtig bin? (was lächerlich ist, aber er kann Dinge, die ich nicht kann ... die eigentlich keiner kann). Er wirkt überheblich, selbstsicher und während des Ganzen Buchs nicht wie ein Kind von vier- oder neun Jahren. Das nehme ich ihn nicht ab, kann aber auch nicht beurteilen wie sich ein Kind in diesem Alter mit diesen Fähigkeiten verhält und wie ich später in der Erinnerung darüber schreiben würde.
Es könnte also sein, dass ich Simon deswegen nicht mag, weil ich keinen Zugang zu ihm hatte (und in irgendeiner Weise sollte man sich doch mit der Hauptperson eines Romans identifizieren können, oder sie zumindest verstehen ...)
Die Geschichte mit dem Auge des Ras war zwar interessant, aber die Lösung von Problemen kam immer zu schnell und spannend war es nur am Anfang, als Simon seine Fähigkeiten erst entdeckte, bzw. das Potential noch nicht kannte. Irgendwann kam der Zeitpunkt, da war die Geschichte für mich beendet (Nicht aber das Buch und alles was danach kam, einschließlich der Rekrutierung durch den BND und diverse kleine Abenteuer haben mich nicht mehr interessiert, bzw. gelangweilt).
Simon ist ein zu perfekter Supersupersupersuperheld mit viel zu mächtigen Supersupersuperkräften, so dass jede Spannung im Keim erstickt wird und auch die Frage, wie er sich aus bestimmten Situationen befreit, keinen Reiz mehr haben.
Schade, denn die Idee an sich ist gut und schlecht geschrieben ist der Roman auch nicht.
Wie bereits geschrieben: Am Anfang wurde ich gut unterhalten, aber die Luft war schnell raus.

Band eins folgten weitere (die inzwischen auch als Gesamtausgabe erhältlich sind), aber für mich fehlt der Anreiz weiter zu lesen.

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