Samstag, 8. Juni 2019

Alisha Bionda (Hrsg.): Moriturus (Rezension)

Neun Autoren und Musiker bilden in dieser Anthologie einen künstlerischen Verbund, denn auch in der Musik sind Zombies allgegenwärtig, wie schon Michael Jacksons "Thriller" eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Die unterschiedlichsten Totengeister gehen in den Geschichten von Tanya Carpenter, Marc-Alastor E.-E., Lukas Hainer (Songtexter), Stefan Lindner (Gebrüder Thot - Stefan & Thomas Lindner), Bernd Rümmelein, Michael Siefener, Thomas Vaucher (Keyboarder von "Emerald"), Dieter Winkler (Musiker & Sänger von "Wolfsherz") und Alex "Lex" Wohnhaas (Sänger von "Megaherz") um.
Die Titelstory "Der Letzte heißt nicht Tod" stammt von Marc-Alastor E.-E.
Zombies sind ja eigentlich nicht so mein Ding (auch wenn es Ausnahmen gibt). Anthologien lese ich allerdings sehr gerne, auch wenn ich weiß, dass es dabei immer eine bunte Mischung sehr unterschiedlicher Geschichten (qualitätsmäßig) gibt. Dabei spielt es auch keine Rolle ob es eine Sammlung eines oder mehrerer Autoren ist.
Moriturus ist letzteres, eine Sammlung verschiedener Autoren rund um das Thema Zombie. Dabei kann man sich aber eher auf klassische Geschichten freuen, die ohne jeglichen Splatter auskommen. Etwas, das man wohl heutzutage mit Zombies erwartet. Aber es geht auch anders.
Von den neun Autoren kenne ich nur zwei (Tanya Carpenter und Marc-Alastor E.-E.), die Bands, deren Mitglieder ebenfalls Geschichten beisteuerten waren mir gänzlich unbekannt.
Ich hätte mir eine größere Verbindung zwischen Musik und Zombies gewünscht, aber abgesehen von einer Geschichte ("Feuervogel" von Dieter Winkler) gibt es diese nicht.
Gut gefallen haben mir die Geschichten der beiden mir bereits bekannten Autoren. Sowohl Tanya Carpenter, als auch Marc-Alastor E.-E. erzählen stimmungsvolle Zombiegeschichten sehr unterschiedlicher Art, ruhig, aber spannend.
Die restlichen Geschichten sind mehr oder weniger Mittelmaß. Kann man lesen, muss man aber nicht.

Freunde von Splatterzombies werden nicht auf ihre Kosten kommen, Freunde klassischer Gruselstories wie Frankenstein oder Drakula werden mit guter Kost für Zwischendurch belohnt.
Gut geschrieben, aber nicht unbedingt ein Highlight.

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