Mittwoch, 19. August 2020

Erica Ruth Neubauer: Mord im Mena House (Rezension)

Ägypten, 1926: Die Amerikanerin Jane Wunderly und ihre Tante Millie besuchen das Mena House Hotel – ein exotisches Juwel im Herzen Kairos, wo Cocktails fließen und mit kleinen Abenteuern die Nachwehen des ersten Weltkrieges zerstreut werden. Dort gastieren die Reichen und Schönen aus aller Welt – leider auch Anna Stainton. Die junge Frau stellt klar, dass sie mit niemandem das Rampenlicht teilen wird – besonders nicht mit Jane. Als ausgerechnet sie diejenige ist, die über die Leiche ihrer unbeabsichtigten Rivalin gebeugt steht, wird Jane allerdings schnell zum Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie muss herausfinden wem sie trauen kann und welcher der Gäste ein Motiv für einen brutalen Mord hat. Schnell wird klar, dass hinter der glänzenden Fassade des Hotels mehr Geheimnisse und Gefahren lauern als vermutet …
Es ist nicht leicht etwas über dieses Buch zu schreiben. Meine Meinung ist tatsächlich etwas zwiegespalten, aber im Großen und Ganzen muss ich zugeben, dass mir das Lesen Spaß gemacht hat, auch wenn es etwas gedauert hat bis mich die Geschichte gefesselt hat.
Am Anfang plätschert die Story fröhlich vor sich hin, so wie man es von Cosy Krimis erwartet (und wie es mal mehr oder weniger interessant umgesetzt wird). Personen und Umfeld werden vorgestellt, dann geschieht ein Mord und die Hauptperson ermittelt (weil die Polizei, wenn nicht gerade der Protagonist Polizist ist, grundsätzlich unfähig ist). Und die eine oder andere amouröse Verwicklung gibt es natürlich auch.
Mord im Mena House ist nicht anders. Allerdings versucht der Roman zusätzlich durch einen exotischen Schauplatz zu punkten. Nur um in dieser Hinsicht zu versagen. Ägyptenfeeling kam bei mir nie auf, dazu war das Lokalcolorit zu wenig.
Anfangs konnte mich die Handlung auch nicht wirklich fesseln. Jane, als Mordverdächtige klang schon sehr konstruiert und war nie wirklich nachvollziehbar.
Aber ... ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Tatsächlich hat mich die Handlung (trotz ihrer Schwächen) in den Bann gezogen und es war ein kurzes Lesevergnügen. Vor allem, weil es neben spannenden Momenten auch überraschende Wendungen gibt und sowohl Jane, als auch der Leser, lange im Dunklen tappt, wer der Mörder ist. Nebenbei passieren noch einige andere Dinge, die mit dem Mord mehr oder weniger in Zusammenhang stehen.

Wie gesagt, ich habe etwas gebraucht um in die Handlung hineinzufinden, wurde dann auf sehr subtile Weise davon gefangen.
Ist das Buch gut oder schlecht? Ich kann es nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde. Alleine schon aus dem Grund, um mir eine echte greifbare Meinung bilden zu können.

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