Montag, 6. Juli 2020

Rhys Bowen: Im Auftrag Ihrer Majestät - Die königliche Spionin (Rezension)

London, 1932: Lady Victoria Georgiana Charlotte Eugenie, Nummer 34 in der britischen Thronfolge, ist mehr als pleite. Sie hat Schottland, ihren habgierigen Bruder und ihren fischgesichtigen Verlobten zwar hinter sich gelassen, doch ohne Geld lebt es sich auch in London nicht so einfach. Deswegen überlegt sie nicht lange, als sie ein unglaubliches Angebot bekommt: Im Auftrag Ihrer königlichen Majestät soll sie die royale Gesellschaft am britischen Königshof ausspionieren. Als sie dann auch noch einen toten Franzosen in ihrer Badewanne findet, hat Lady Georgie endlich die Gelegenheit, ihren lächerlich langen Familiennamen wieder reinzuwaschen ...
Naja .... Es ist ein Cosy Krimi und diese haben ja die Angewohnheit sich erst mit dem Umfeld des Verbrechens zu befassen und dann langsam und gemütlich das Verbrechens aufzuklären. Manchmal ist das unterhaltsam, manchmal nervig und manchmal hat man nicht das Gefühl, dass irgend etwas passiert ist.
Und dabei kann Cosy Crime sehr unterhaltsam sein.
Und was kann ich zum Auftakt der IM AUFTRAG IHRER MAJESTÄT-Reihe sagen?
Ganz nett .... muss man aber nicht lesen.
Der Schreibstil ist durchaus akzeptabel und angenehm, es fehlt auch nicht an Wortwitz und Situationskomik, aber die Story braucht sehr lange um in Fahrt zu kommen, das Verbrechen (der Mord) wird fast beiläufig gelöst und die Protagnosten wirken hölzern und klischeebeladen.
Auch ist der Titel ein Witz. Unter einer königlichen Spionin hätte ich etwas anderes erwartet, als eine Art Gesellschaftsdame, die Vertretern des Königshauses hinterherspioniert. Wobei das auch nur nebensächlich ist ...
Die Story plätschert belanglos vor sich hin und wenn man so etwas wie Spannung erwartet, wird man enttäuscht.

Ich mag Cosy Crimes und wenn sie gut geschrieben sind und auf irgendeine Art zu unterhalten wissen, dann ist mir das Verbrechen (das es in jedem Krimi gibt) egal.
Aber in diesem Fall wurde ich nicht überzeugt. Irgendwie ist alles zu belanglos, zu uninteressant.
Das Interesse, die weiteren Bände zu lesen wurde nicht geweckt.

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