Montag, 11. November 2019

Christopher Golden: Something she lost (Rezension)

Michael und Jillian Dansky haben alles, was man sich wünschen könnte – eine glückliche Ehe, erfolgreiche Karrieren, eine strahlende Zukunft. Doch ein kleiner Fehler in einer düsteren Oktobernacht ändert alles. Nach einer Halloweenparty döst Michael am Steuer kurz ein – und als er wieder aufwacht, ist nichts mehr, wie es war.
Michael kann gerade noch rechtzeitig bremsen, als er das kleine Mädchen auf der Straße sieht. Aus Sorge um das Kind bringt er sie nach Hause – aber das Gebäude, in dem sie zu leben behauptet, steht leer, und das Mädchen verschwindet mit den Worten: „Komm und finde mich!“ Doch jemand – oder etwas – will verhindern, dass Michael das Mädchen wiederfindet. Plötzlich wird Michael verfolgt. Und seine Frau Jillian scheint wie ausgewechselt, eine grausame und rachsüchtige Person, die Michael kaum noch wiedererkennt …

Bei Netgalley gab es das Buch zum Sofortlesen ... und ich fand zum einen, dass der Klappentext serh ansprechend war und das Buch zum anderen auch gut zu meiner Thriller-Blogtour passt. Also habe ich es mir heruntergeladen und dann erst die schlechten Kritiken gelesen.
Etwas voreingenommen habe ich mich dann ans Lesen gemacht. Aber ... ich wurde angenehm überrascht. Mir hat das Buch gefallen.
Es beginnt ganz harmlos mit lustigen Beschreibungen von Partygästen in Kostümen, wird dann etwas mysteriös und baut langsam eine subtile Art der Spannung und des Horrors auf. Lange zeit wird man im Dunklen über die Geschehnisse gelassen, aber es wird nie langweilig. Dann kommt die Betonpfeilerfabrikmethode (ein Zaunpfahl hätte genügt), die mir etwas weniger gefallen hat. Kurzfristig geht die angenehme Subtilität der Geschichte verloren und man wird sehr hart mit dem Horror vergangener Tage konfrontiert, nur um dann wieder in die Subtilität der Geschichte und anscheinend nicht nachvollziehbare Persönlichkeitsänderungen einzutauchen.
Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass mir der Großteil des Buchs gefallen hat und ich angenehm unterhalten wurde, das Buch kaum aus den Händen legen wollte und mich über die eine oder andere überraschende Wendung freuen konnte.
Leider hat mir der Schluss nicht besonders gefallen, aber das ist oft bei Büchern dieser Art so. Es wird Spannung aufgebaut, eine geheimnisvolle Handlung wird nach und nach aufgebaut und lässt Nerven zerreißen und dann kommt das Ende und das ist: Platt.
Im Fall von Something she lost fand ich es zu actionlastig und dadurch zum Anfang der Geschichte nicht passend.
Sieht man aber darüber hinweg (und manch gute Filme haben ein besch.... Ende, obwohl man sich bis dahin gut unterhalten hat) und übersieht auch manch belanglose (und unwichtige) Nebenstränge, wird man (bei einer nebelverhangenen Nacht) gut unterhalten.

Mit dem REGISSEUR von Olivia Kleinknecht hat das Buch zwar nichts zu tun (sieht man vom gemeinsamen Genre ab), aber es ist Teil meiner kleinen Thriller-Begleittour.
Ich gebe zu, dass ich es vermutlich sonst auch nicht gelesen hätte, aber es bot sich an ein Rezensionsexemplar anzufragen ... Und manchmal muss man etwas Neues wagen. Hin und wieder erlebt man dabei Überraschungen ... 
Die Regisseur-Blogtour findet heute hier statt. Dort wird die Scheinwelt der Hauptperson durchleuchtet.


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