Freitag, 9. November 2018

5 am Freitag: Skandinavien

Es ist wieder soweit. Tinette hat ein neues Thema für Fünf am Freitag.
Die letzten beiden Male habe ich pausiert, zu den Themen Königreich und Kraft ist mir nicht wirklich etwas passendes eingefallen. Das heutige Thema ist viel einfacher...
Und das sind die Regeln von 5 am Freitag.
Jeden Freitag wird ein Motto vorgegeben, z. B. Frankreich. Zu diesem Motto werden dann 5 Bücher vorgestellt. Zu diesem Beispiel könnte der Bezug der folgende sein:
* Die Autorin lebt in Frankreich.
* Der Autor ist in Frankreich geboren.
* Das Cover zeigt einen Ausschnitt von Paris, Marseille...
* Die Handlung spielt in Frankreich.
Das Thema des heutigen Freitags: Skandinavien
Da könnte man ja so einiges an Schwedenkrimis erwarten, aber da ich dergleichen eher selten lese wird es eher eine unterhaltsame und skurrile Reise durch Nordeuropa (und vieles davon wurde vom Beutelwolf-Blog geklaut ...)
1. Lars Simon: Lennart Malmkvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen
Der Beginn einer fantastischen Reise … Göteborg. Im Leben des erfolgreichen jungen Unternehmensberaters Lennart Malmkvist geschehen sonderbare Dinge. Ein Leierkastenmann in rotem Frack und zerbeultem Zylinder verfolgt ihn nicht nur am helllichten Tag, sondern bis in seine Träume, er verliert kurzzeitig die Sprache, was ihm die fristlose Kündigung einbringt, und schließlich vermacht ihm sein skurriler Nachbar, der alte Buri Bolmen, auch noch seinen Zauber- und Scherzartikel laden – inklusive übellaunigem Mops. Alles ziemlich seltsam, bis es noch seltsamer wird. Mops Bölthorn beginnt während eines Gewitters zu sprechen: Lennart sei der Auserwählte. Er müsse sein magisches Erbe annehmen und außerdem den Mord an Buri aufklären. Mord? Magisches Erbe? Ein Hund, der spricht? Lennart sieht sich bereits auf der Couch eines Therapeuten … Doch am Ende behält Bölthorn recht, und es geht um weitaus mehr als schlichte Magie.
Ich liebe diese Reihe. Kurz vor Weihnachten erscheint Band drei, das Ende (leider)

2. Morten A. Strøksnes: Das Buch vom Meer 
Zwei Freunde in einem kleinen Boot, die sich einen lang gehegten Traum erfüllen: Aus den Tiefen des Nordatlantiks wollen sie einen Eishai ziehen, jenes sagenumwobene Ungeheuer, das sich nur selten an der Oberfläche zeigt. Während sie warten, branden wie Wellen die Meeresmythen und Legenden an das Boot, und Morten A. Strøksnes erzählt von echten und erfundenen Wesen, von Quallenarten mit dreihundert Mägen, von Seegurken und Teufelsanglern. Von mutigen Polarforschern, Walfängern und Kartografen und natürlich vom harten Leben an arktischen Ufern, vom Skrei, der vielen Generationen das Überleben auf den Lofoten sicherte, von der Farbe und dem Klang des Meeres. Eine salzige Abenteuergeschichte über die Freiheit und das Glück, den Naturgewalten zu trotzen – und ein 
atemberaubendes Buch, das uns staunen lässt über die unergründlichen Geheimnisse des Meeres.


3. Petteri Nuottimäki: Ein besoffener Bär im Bergwerkswald
Es stampft, es schnauft, es schwankt – und ganz Schweden rätselt mit: Ist es ein Elch, ein Bär oder ein Elefantenbaby? Nur Schatten sind auf dem verwackelten Handyvideo zu erkennen, das der Sohn des Bürgermeisters aufgezeichnet hat. Doch schon bald lockt das mysteriöse Waldwesen Tausende Touristen in das verschlafene Provinzkaff. Endlich können die abgehängten Einheimischen auf den ersehnten Aufschwung hoffen! Jetzt muss Bürgermeister Per Danielsson nur um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Kommt es nur mir so vor, oder haben vor allem die Skandinavier eine Vorliebe für seltsame Geschichten, die auch noch gut funktionieren?

4. William Shakespeare: Hamlet
Dazu muss ich wohl nicht viel sagen, ein Klassiker, den vermutlich jeder in irgendeiner Form kennt. Gehört zwar nicht zu meinen Lieblingsstücken, aber erwähnenswert ist es heute vor allem wegen des Schauplatzes: Dänemark.
Und noch etwas passt zu Dänemark: LEGO



5. Edda
Und zum Schluss etwas ganz klassisches: Die Edda.
Als Edda werden zwei verschiedene, in altisländischer Sprache verfasste literarische Werke bezeichnet. Beide wurden im 13. Jahrhundert im christianisierten Island niedergeschrieben und behandeln skandinavische Götter- und Heldensagen. Trotz dieser Gemeinsamkeiten unterscheiden sie sich ihrem Ursprung nach und im literarischen Charakter. Ursprünglich kam dieser Name nur einem Werk, der Snorra-Edda des Snorri Sturluson († 1241), zu, das dieser um 1220 für den norwegischen König Hákon Hákonarson und den Jarl Skúli verfasste. Es ist ein Lehrbuch für Skalden (die altnordische Bezeichnung für „Dichter“) und gliedert sich in drei Teile, deren erste beiden die mythologischen und sagenmäßigen stofflichen Grundlagen der Skaldendichtung unter Benutzung alter mythologischer Lieder und Heldenlieder in Prosa nacherzählen. Der dritte Teil, das „Strophenverzeichnis“, bringt für jede Strophenform eine Beispielstrophe. In dieses Werk schiebt er oftmals als Beispiele einzelne Strophen oder kurze Strophenfolgen aus alten Liedern ein. So werden hier ganz nebenbei Lieder von ungewissem Alter überliefert. Das zweite Werk, das als Lieder-Edda bezeichnet wird, wurde erst im späten Mittelalter so benannt, doch der Name hat sich eingebürgert und gilt als die bekanntere Edda: Um 1270 wurde auf Island eine Sammlung Lieder unterschiedlichen Alters niedergeschrieben. Einige der von Snorri zitierten Strophen stimmen fast wörtlich damit überein. Diese Sammlung überliefert aber ganze Lieder, nicht nur Ausschnitte, und verbindet nur ganz wenige Texte durch Inhaltsangaben in Prosa. Als Abgrenzung der beiden Werke voneinander werden die Werke in der Literatur als Snorra-Edda und Lieder-Edda bezeichnet. Auf Grund der Annahme, dass die Texte der Lieder-Edda zum Großteil Snorri schon bekannt waren, wird die Lieder-Edda oft auch als „Ältere Edda“ und die Snorra-Edda als „Jüngere Edda“ bezeichnet. Da aber die Liedersammlung wahrscheinlich erst nach dem Erscheinen der Snorra-Edda zusammengestellt wurde, sind diese Namen verwirrend und werden heute vermieden. Es wird auch bezweifelt, dass die Sammlung der Lieder-Edda so alt ist, dass sie schon auf Saemund den Weisen zurückgehen könnte; der Name Sæmundar-Edda, mit dem sie bis zum 19. Jahrhundert oft bezeichnet wurde, ist daher wohl falsch. Da die Snorra-Edda, obwohl ihr fortlaufender Text in Prosa geschrieben ist, sehr viele Strophen als Beispiele enthält, und die Lieder-Edda zwar wenige, aber doch einige Prosatexte zwischen den Strophen enthält, ist es auch ungünstig, die Snorra-Edda als „Prosa-Edda“ und die Lieder-Edda als „Poetische Edda“ zu bezeichnen. (Wikipedia)

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Kommentare:

  1. Hallo Martin,
    beim Motto Kraft hatte ich selbst Schwierigkeiten und bin gerade so auf 5 gekommen. Deshalb habe ich das heutige Thema gewählt. :-)
    Hamlet kenne ich natürlich. Gelesen habe ich das aber nicht.
    Die anderen kenne ich nicht, aber Ein besoffener Bär im Bergwerkswald habe ich mir notiert. Das klingt nach einer skurrilen Geschichte. Die muss ich lesen. :-)
    Liebe Grüße
    Tinette

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  2. Hi Martin, der Bär und der Mops sind auf den Merkzettel gewandert, danke fürs Vorstellen! Der Mops hört sich so richtig nach schöner Weihnachtslektüre an, ist ja klasse, dass es da direkt 3 Bände gibt.

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    1. Hallo Domic,
      auf den dritten Mopsband bin ich schon sehr gespannt.
      Liebe Grüße
      Martin

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