Freitag, 30. Januar 2026

Parov Stelar: Trip (Hörbuch)(Rezension)

Parov Stelar Parov Stelar (* 27. November 1974 in Linz, Oberösterreich als Marcus Füreder) ist ein österreichischer DJ und Produzent im Musikbereich, der gerne seine eigene Wege geht. Und sein Ruhm ist weltweit. Außerdem betätigt er sich als Maler und Designer. Und ich habe keine Ahnung woher ich ihn, bzw. seine Musik kenne. Hin und wieder stoße ich auf seine Schöpfungen, und einige gefallen mir durchaus ... während man das von anderen nicht behaupten kann. Aber eines weiß ich: Er ist ein vielseitiger Künstler (und ich beziehe mich hier nur auf die Musik, seine Kreationen als Maler oder Designer kenne ich nicht und könnte sie vermutlich auch nicht beurteilen... dafür fehlt mir das Verständnis).
TRIP stellt nun seine (bisherige) Autobiografie dar.
Parov Stelar so persönlich wie noch nie
Parov Stelar erfand ein eigenes Musikgenre, spielte in den größten Stadien und Festivals Europas und der USA vor zig Millionen Menschen und begeistert Fans auf der ganzen Welt. Doch wer steckt hinter dem Phänomen? Und wie sieht das Leben eines internationalen Musikstars wirklich aus? Welchen Preis zahlen Menschen für Ruhm und Erfolg?
Zum ersten Mal berichtet Parov Stelar von seinem Trip in die persönliche und musikalische Unterwelt. Von Angst und Zweifeln, Triumph und Taumel, von Exzess und Wahnsinn. Er begegnete mächtigen Managern, traf geniale Künstler und blickte hinter die Kulissen der milliardenschweren Traumfabrik Musik. Vor allem aber ist es die Geschichte eines Menschen, der mit seinen dunklen Seiten kämpfte und schließlich wieder das Licht fand.

Das Hörbuch ... ich hätte ja erwartet, dass Parov selber spricht, aber Steffen Rössler ist eine gute Wahl, der die Stimmung des Buchs gut in Szene setzen kann. Und auch wenn ich seiner Stimme gerne gelauscht habe, so war ich am Ende mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden.
Stelars metaphorischer „Trip“ führt in die Unterwelt: die dunklen Seiten des Erfolgs, psychische Belastungen, Abhängigkeiten und die Entfremdung vom eigenen Selbst. Er schildert Begegnungen mit Managern, Künstlern und der „Traumfabrik Musik“ und zeigt dabei, welchen Preis Kreativität und Popularität fordern können. Die narrative Perspektive ist subjektiv, fragmentarisch und teilweise essayistisch, was dem Text eine authentische, fast bekenntnishafte Atmosphäre verleiht.
Das Buch ist zu kurz und enthält nicht das, was ich erwartet habe. Vieles wurde nur oberflächlich angesprochen und kam dann doch etwas überraschend (STelars Privatleben wird fast außen vor gelassen, aber dass da plötzlich ein Sohn erscheint, zeigt, dass er auch Familie hat). Was ich schade fand, vor allem der Umgang mit der Angst. Das kam mir dann doch etwas zu kurz, obwohl das, in meinen Augen, zu den interessantesten Teilen der Biografie gehörte. Auf der anderen Seite zeigt Parov/Marcus auch viel von seinen Gedanken und Ansichten (und so bleibt noch Luft irgendwann ... eine ausführliche Autobiografie zu verfassen, weniger musikgerichtet und dafür persönlicher). Und auch wenn ich etwas unbefriedigt zurück gelassen wurde ... die poetische Erzählweise hat mich doch in ihren Bann gezogen.
Trip - Die Geschichte eines Menschen, der durch Abgründe ging und wieder ans Licht fand. Das klingt heftiger und erschreckender als es im Buch präsentiert wird. Und so kann ich nur sagen, dass die Musik von Parov Stelar durchaus entdeckungswürdig ist, das Buch ebenfalls eine poetische Ader zeigt, aber zumindest hinter meinen Erwartungen zurück bleibt. Ich hätte mehr wirkliche Abgründe erwartet.

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