Freitag, 9. Mai 2014

Webmaster-Friday: Ehrenamtliches Engagement

Nicht nur, dass es mal wieder Zeit für einen Blogeintrag wird, es ist auch mal wieder Zeit für eine Beteiligung am Webmasterfriday. Das Thema diesmal: Ehrenamtliches Engagement.
Martin hat auch wieder ein paar "Hilfestellungen gegeben, die man in seinem Beitrag einbinden kann.
Ich fange mal ganz hinten an, mit einer Frage, die ich mir nie gestellt habe und deren Beantwortung entsprechend leicht ist:
Bloggen - Siehst du deinen Blog auch als eine Art “ehrenamtliches Engagement”? Kann man das vergleichen?Hilfst du mit dem Blog anderen?
Ein Ehrenamt im ursprünglichen Sinn ist ein freiwilliges öffentliches Amt, das nicht auf Entgelt ausgerichtet ist. Man leistet es für eine bestimmte Dauer regelmäßig im Rahmen von freien Trägern, Projekten, Vereinen, Initiativen oder Institutionen. Für ehrenamtliche Tätigkeit fällt ggf. eine Aufwandsentschädigung an. Heute wird „Ehrenamt“ zunehmend gleichbedeutend mit Begriffen wie „Freiwillige soziale Arbeit“ oder „Bürgerschaftliches Engagement“ verwendet.
Wenn ich diese Erklärung (von Wikipedia "geklaut") versuche, auf meine Blogs (sowohl auf den ROSA COUCH-Blog,  wie auch den BEUTELWOLF-BLOG) anzuwenden, so muss ich gestehen, dass das nichts mit Ehrenamt zu tun hat. Vielleicht kann man einen psychologischen Selbsthilfeblog als Ehrenamt betrachten, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Bloggen irgendetwas mit Ehrenamt zu tun hat, es sei denn es würde im Rahmen von freien Trägern, Projekten, Vereinen.... geführt.
Aber ich bin tatsächlich ehrenamtlich tätig, und das schon seit fast 10 Jahren (im Dezember2014 werden es 10). Ich arbeite für ein schwules Kommunikationszentrum, das von einem Verein geführt wird, dem Sub e. V. Dort bestehen mehre Möglichkeiten zum ehrenamtlichen Arbeiten (ein Großteil der "Beschäftigten" sind Ehrenamtler). Ich gehöre dort (zusammen mit ein paar anderen Männern) zum Infodienst. Das sind Männer, die Fragen rund um das Zentrum und die schwule Szene beantworten, und noch einigen anderen Aufgaben nachkommen. Jeden Abend im Zentrum und bei ausgewählten Straßenfesten (zum Beispiel dem CSD) auch vor Ort. Die Gründe, warum jemand Infodienst macht, sind unterschiedlich. Als ich angefangen habe waren die Eurogames, eine Art Olympische Spiele für Schwule und Lesben, für die ich auch als Volunteer tätig war. Nachdem die Spiele beendet waren wollte ich was anderes machen und bin im Sub gelandet. Und es macht nach wie vor Spaß sich für die LGBT-Szene in München zu engagieren.
Ich mache aber nicht nur Infodienst, ich bin auch Teil der Bibliotheksgruppe im Sub, die sich um die dort ansässige Bibliothek kümmert (wie der Name der Gruppe schon sagt).
Ich kann Infodienst und Bibliothek gut miteinander verbinden und als Bibliothekar auch von zuhause arbeiten (emails kann man überall bearbeiten).
Außerdem "missbrauche" ich mein Ehrenamt für meine eigenen Zwecke. Aber auch das kommt dem Zentrum zugute. Die Veranstaltungsreihe "ROSA COUCH", über die ja des öfteren in diesem Blog berichtet wird, findet in den Räumlichkeiten des Subs statt.  Die Veranstaltung war meine Idee und mir wurden keine Steine in den Weg gelegt. Ich gewinne also auch durch das Ehrenamt:
Der Verein bekommt meine "Arbeitszeit" und ich nutze die Veranstaltungsräume für meine ROSA COUCH, die jedoch auch dem Verein zu Gute kommt (weil Gäste, welche die kostenlose Veranstaltung besuchen, auch im zentrumseigenen Café Getränke zu sich nehmen, die zum Umsatz beitragen und dem Zentrum helfen seine Kosten zu decken, oder so ähnlich).

Mir macht meine ehrenamtliche Arbeit Spaß (meistens zumindest, aber es gibt immer Tage, die nicht gut laufen, aber ans Aufhören habe ich noch nie gedacht) und ich denke, dass es eine Bereicherung meines Daseins darstellt.

Kommentare:

Sabienes hat gesagt…

Deine ehrenamtliche Arbeit in dem Kommunikationszentrum stelle ich mir sehr interessant und zugleich wichtig vor.
Meine Bloggerei sehe ich auch nicht als ehrenamtliche Tätigkeit. Wobei man natürlich nicht unterschätzen darf, dass wir Blogger die Welt mit ein bisschen Farbe füllen.
LG
Sabienes

Martin hat gesagt…

Ich sehe das wie du, was das Bloggen anbelangt. Blogs sind so verschieden, so unterschiedlich und man liest sie aus den unterschiedlichsten Gründen.
Aber die meisten Blogger bloggen weil sie Spaß daran haben oder Geld damit verdienen. Und Farbe schadet ja nicht. ;)