J. Walther: Benjamins Gärtenerschienen im Debüt-Verlag
ISBN: 978-3942086011
€ 9,90
Bevor ich auf die guten Seiten zu sprechen komme und mich in Schwärmereien vergehe, muss doch das eine oder andere Negative über “Benjamins Gärten” gesagt werden.
Aber das geschieht mit wenigen Worten und ist später vielleicht wieder vergessen:
Das Buch ist zu kurz und der Schluss hat mir nicht gefallen (was man allerdings rein objektiv sehen muss, denn der Schluss passt gut zum restlichen Buch. Ich war nur enttäuscht, weil ich mir ein anderes Ende erhofft hatte)
Benjamin ist 19 und lebt seit dem Tod seiner Eltern alleine. Er lebt in den Tag hinein, ohne sich große Gedanken über seine Zukunft zu machen, er genießt die Natur und schwelgt in Erinnerungen. Dann taucht Marek auf, ein Fremder, der eine leer stehende Villa gekauft hat und diese renoviert. Die beiden kommen sich schnell näher und wenn die beiden zusammen sind scheint einer perfekten Beziehung nichts im Wege zu stehen, wenn … wenn beide nicht ihre Geheimnisse hüten würden und Benjamin nicht so eifersüchtig wäre.
“Benjamins Gärten” klingt wie eine gewöhnliche Liebesgeschichte und wenn man es genau betrachtet, so ist es das auch. Zwei Männer lernen sich kennen und lieben. Nichts Besonderes, würde man denken, ein Buch, wie es zahlreiche andere schon gibt. Aber “Benjamins Gärten” ist doch anders. Schauplatz des Geschehens ist ein kleines Dorf im idyllischen Nirgendwo. Perspektiven für die Jugend gibt es dort nicht, dafür jede Menge Klatsch und Tratsch.
Und so verträumt die Gegend beschrieben wird, so ist das ganze Buch. Verträumt, romantisch, hin und wieder melancholisch und niemals kitschig. Leise Töne beherrschen die Erzählung und es fällt schwer sich aus den Beschreibungen loszulösen.
J. Walther ist ein wunderschöner Roman gelungen, ruhig in der Erzählweise, aber niemals langweilig oder vom Erzählton abweichend.





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