Montag, 7. Dezember 2009

Rezension: Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen

Juna Brock & Stefanie Herbst: Guilty Pleasure - Heimliches Verlangen
erschienen im dead soft Verlag

ISBN: 978-3-934442-51-1
€ 12,80

Szenario 1: Eine Boyband mit gut aussehendem Sänger, kreischende Fans, meist weiblichen Geschlechts und für eine dieser Groupies erfüllt sich ein Traum. Sie darf dem Sänger nahe sein, die beiden verlieben sich und eine kitschige Liebesgeschichte beginnt.

Szenario 2: Eine Boyband mit gut aussehendem Sänger, kreischende Fans, meist weiblichen Geschlechts und dann stellt sich heraus, dass der Sänger schwul ist. Tatsache oder geschicktes Marketing?

Guilty Pleasure ist nun eine Variante des zweiten Szenarios.

Dice ist der gut aussehende Sänger der Band Guilty Pleasure und die Mädchen (seine Fans) liegen ihm zu Füßen. Aber ihn interessieren sie nicht. Er führt im Geheimen eine verbotene Beziehung. Rein sexuell verbindet er sich bei jeder Gelegenheit mit seinem Bodyguard Ceely. Doch dann wird ihre Beziehung bekannt, gerade in dem Moment, als sich beide beginnen ineinander zu verlieben.

Ist das das Ende der Beziehung?

Ich könnte jetzt behaupten, dass mich die Handlung nicht interessiert hat, dass mich die Beziehung und die Probleme der Protagonisten kalt ließen, aber selbst wenn das anfangs zugetroffen hat, so gelang den beiden Autorinnen etwas, das bisher nur wenige Bücher dieser Art bei mir schafften: Ich habe geheult. Nicht, weil das Ende so tragisch ist (dazu werde ich mich nicht äußern), sondern weil mir am Schluss die Beziehung von Dice und Ceely nahe gegangen ist.

Guilty Pleasure ist kurzweilige Unterhaltung ohne hohen literarischen Anspruch, aber durch seine Einfachheit Lektüre für jeden Ort.


Den Trailer zum Buch gibt es hier.